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Untersuchungen in der risikoarmen Schwangerschaft
Basisuntersuchungen - Kassenleistungen nach Mutterschaftsrichtlinien
 

Gewicht
Bei jeder Untersuchung wird Ihr Gewicht überprüft. Nehmen Sie zu schnell an Gewicht zu, kann das ein Hinweis auf Ödeme, also Wassereinlagerungen im Körper, sein. Übergewicht ist weiterhin ein Risikofaktor für Schwangerschaftsdiabetes.

 

Blutdruck
Weiterhin wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Blutdruck gemessen. Ein erhöhter Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg ist krankhaft. Er kann für den Schwangerschaftsverlauf problematisch werden und ein Risiko für die Geburt darstellen.

Untersuchung der Beine
Ödeme und Krampfadern sind nicht selten Begleiter einer Schwangerschaft. Deshalb werden wir regelmäßig Ihre Beine kontrollieren. In geringer Ausprägung ist beides harmlos und verschwindet nach der Geburt auch meist wieder. Starke Wassereinlagerungen in Beinen, Armen oder Gesicht können jedoch mit einer Nierenfunktionsstörung in Zusammenhang stehen.

Blutwerte
Bei der Blutuntersuchung interessieren vor allem die Anzahl der roten Blutkörperchen, die Menge des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und der Eisengehalt. Diese Werte sind für die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind von großer Bedeutung. 
Weiterhin werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt, sowie das Blut auf Antikörper untersucht.
Antikörper sind Abwehrstoffe, die gebildet werden, wenn der Körper mit einem Fremdstoff, wie zum Beispiel Krankheitserregern, oder fremdem Blut (Rhesusunverträglichkeit) in Kontakt gekommen ist.
In der Schwangerschaft ist die Bestimmung der Antikörper gegen Röteln besonders wichtig. Mit diesemTest kann feststellt werden, ob Sie die Erkrankung schon einmal durchgemacht haben und dadurch immun sind.

Urinuntersuchung
Der Urin wird auf Bakterien untersucht. Harnwegsinfektionen sind mit einem erhöhten Risiko für vorzeitige Wehentätigkeit und somit für Frühgeburten verbunden.
Weiterhin wird der Urin auf Eiweiß- und Zuckerausscheidungen überprüft. Diese Werte geben Aufschluss darüber, ob möglicherweise eine Nierenerkrankung oder Diabetes (Zuckerkrankheit) vorliegt.

Abtasten des Bauches
Durch Abtasten des Bauches wird die Größe des Kindes und die Lage bestimmt.

So erhält der Arzt/die Ärztin eine ungefähre Vorstellung, ob die Körpermaße des ungeborenen Kindes in etwa dem Durchschnitt entspricht. Auch lässt sich der so genannte Fundusstand überprüfen. Damit kann der/die Untersuchende feststellen, wie weit sich die Gebärmutter ausgedehnt hat. Die Lage des Kindes ist mit dieser einfachen Untersuchung ebenfalls erkennbar.

Vaginale Untersuchung
Bei der vaginalen Untersuchung kontrolliert der Arzt /die Ärztin den Zustand des Muttermundes und überprüft, ob möglicherweise Infektionen vorhanden sind. Zudem kann er mit der vaginalen Tastuntersuchung auch die Größe des mütterlichen Beckens abschätzen, um zu sehen, ob genug Platz für den Durchgang des Babys bei der Geburt vorhanden ist.

 

Weitere Informationen
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